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    Mannheimer Polizeifotografie

    SPURENSUCHE
    Mannheimer Polizeifotografie
    Die Alltäglichkeit des Grauens
    Zerbeulte Güterzuglokomotiven, Trümmerhäuser im Mannheim der späten 40er Jahre, Aufnahmen des legendären Postraubes von 1949 – eine sorgfältig kuratierte Auswahl Mannheimer Polizeifotografie von 1946- 1971 wird in der Ausstellung SPURENSUCHE gezeigt.

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    Die sogenannte Steckbrieffotografie, also Porträtaufnahmen von Häftlingen, gibt es in Deutschland schon seit 1840 – sie wurde in den frühen Jahren jedoch im dienstlichen Gebrauch kaum angewendet. Die Einführung der gerichtlichen Fotografie im Jahr 1850 stellte im Gebiet der Kriminalistik eine Revolution dar, die in Fachkreisen der Erfindung des Buchdrucks gleichgestellt wurde. Erst später entwickelte sich die Tatortfotografie, die der nachträglichen Spurensicherung und Interpretation des Tatherganges dienen soll. Die Qualität dieser Tatortfotografien liegt in „der klaren, leicht verständlichen und dabei völlig objektiven Form der Wiedergabe eines bestimmten Sachverhaltes“ - so die Beschreibung aus einem Fachbuch für Polizeifotografie.

    SPURENSUCHE ist die erste deutsche Ausstellung, die sich mit historischer Polizeifotografie beschäftigt. Rund 300 Exponate aus 25 Jahren Mannheimer Zeitgeschichte werden im Rahmen der Ausstellung gezeigt. Ein Unterschied zu Odermatt ist der kühle und kriminalistische Blick nicht nur auf zerdellte Autokarosserien, sondern auch in intimste Privaträume, Orte des Leidens, ja sogar der Blick auf Opfer und Tatwerkzeuge- Aufnahmen, die in ihrer ursprünglichen Form nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren.

    Das ist die Stärke der Ausstellung SPURENSUCHE, die versucht objektive und auch nicht „schöne“ Bilder zu präsentieren, so der Kurator Thomas Schirmböck. Dennoch sprengt die Qualität der Bilder den Rahmen der üblichen Polizeifotografie, sowohl kompositorisch als auch handwerklich.

    Gleichzeitig zeigen die Exponate ein Stück Zeitgeschichte, dokumentieren die Leistungen des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg und den Wandel der Lebensverhältnisse der Mannheimer.
     

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